Wenn Sie Ihre Immobilie, Ihre Wohnung oder Ihr Grundstück verkaufen möchten, haben Sie sich bestimmt auch schon gefragt: Soll ich für den Verkauf einen Immobilienmakler beauftragen oder nehme ich den Verkauf selbst in die Hand? Da es keine gültige Pauschalantwort auf diese Frage gibt, durchleuchte ich in diesem Beitrag objektiv für Sie die Vor- und Nachteile. Zudem gehe ich auf die drei Vorurteile gegen einen Makler ein und versuche Ihnen, eine Entscheidungshilfe zu bieten. Ziel soll es sein, dass Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung zum bestmöglichen Preis verkaufen können und auf verschiedene Hürden und Situationen vorbereitet sind.

Wenn Sie Ihren Verkauf mit professioneller Unterstützung planen, hilft Ihnen unser Ratgeber Den richtigen Immobilienmakler finden: 10 Kriterien, an denen Sie Qualität erkennen beim Vergleich von Leistungen, Marktkenntnis und persönlicher Betreuung.

3 häufige Vorurteile zum Immobilienverkauf mit einem Makler: Was ist dran

Vorurteil 1: Immobilienmakler haben einen schlechten Ruf

Das ist (leider) richtig. Wenn Sie aufmerksam die Medien verfolgen, werden Sie feststellen, dass Artikel über Makler sehr oft negativ behaftet sind. Das ist nicht verwunderlich, denn mit negativen Schlagzeilen lassen sich Klicks generieren und Geld verdienen. Niemand interessiert sich für den netten Maklerkollegen, der sich für eine reibungslose Abwicklung eingesetzt hat und beim Immobilienverkauf den optimalen Verkaufspreis heraushandeln konnte. Außerdem gibt es wie in jeder Branche schwarze Schafe, die dem negativ behafteten Beruf alle Ehre machen.

Um Ihnen die Bedenken etwas zu nehmen: Es gibt auch gute Makler – solche, denen auch ich meine Immobilie anvertrauen würde.

Meine Tipps, wie Sie einen seriösen und passenden Makler für sich finden:

  • Prüfen Sie bei Maklerempfehlungsportalen, nach welchen Kriterien Anbieter ausgewählt werden und wie das Portal vergütet wird. Lesen Sie die Hinweise zur Datenweitergabe und vergleichen Sie Leistungen unabhängig von der Empfehlung.
  • Lernen Sie vorab verschiedene Immobilienmakler kennen und machen sich selbst ein Bild. Nutzen Sie dazu ein Kennenlerngespräch. Viele Makler bieten einen unverbindlichen Ersttermin an. Wie in vielen Fällen zählen der erste Eindruck und das “Bauchgefühl”.
  • Seien Sie zu Recht skeptisch bei Aussagen des Maklers und fragen Sie nach. Ein Immobilienverkauf ist Vertrauenssache, es muss zwischen Ihnen und dem Makler passen. Verspricht Ihnen der Makler z. B. hohe Verkaufserlöse, die sich nicht mit Ihren Rechercheergebnissen vergleichbarer Angebote decken, lassen Sie sich vom Makler erklären, wie er den Verkehrswert Ihrer Immobilie ermittelt.

Vorurteil 2: Immobilienmakler sind beim Verkauf Ihrer Immobilie inaktiv

Ob und welche Tätigkeit ein Makler schuldet, hängt vom vereinbarten Auftrag ab. Halten Sie Leistungen, Laufzeit, Vergütung und Berichterstattung verständlich fest. Für Maklerverträge über den Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses schreibt § 656a BGB Textform vor.

Besprechen Sie vor der Beauftragung, wie die Bewertung, Unterlagenprüfung, Vermarktung, Besichtigungen und Abstimmung bis zur Übergabe erfolgen sollen. Ein bestimmter Preis oder eine feste Verkaufsdauer lässt sich daraus nicht garantieren.

Mein Tipp: Fragen Sie nach den Leistungen, die Ihnen ein Makler für den Verkauf einer Immobilie bieten kann. So sind nicht nur Immobilien verschieden, sondern auch die Vermittlung von Immobilien. Vereinbaren Sie mit dem Makler ein individuelles Vermarktungskonzept, das zu Ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen passt. Gleichzeitig sollte das Konzept die bestmöglichen Chancen für einen zügigen Verkauf bieten.

Vorurteil 3: Was ein Makler kann, schaffe ich auch allein

Keine Frage: Mit Suchmaschinen und Fachliteratur können Sie sich das nötige Fachwissen aneignen. Wenn Sie ausreichend Zeit, Energie und Interesse mitbringen, gelingt es Ihnen nach einiger Zeit, sich in die Materie des erfolgreichen Immobilienverkaufs einzuarbeiten. Die Praxiserfahrung liefern aber weder Google noch YouTube-Videos oder Ratgeberliteratur. Denn der Immobilienmarkt ist vielschichtig und komplex. Hierzu müssen Sie täglich beobachten und analysieren, wie sich regionale und überregionalen Gegebenheiten ändern und wie sich Preis entwickeln. Darüber hinaus müssen politische Entscheidungen und Gesetzesänderungen beachtet werden.

Bedenken Sie, dass es sich bei dem Verkauf einer Immobilie immer um einen hohen Vermögenswert handelt. Sie sollten dabei nichts dem Zufall überlassen, denn Fehler kosten Sie Ihre wertvolle Zeit und bedeuten im schlimmsten Fall hohe finanzielle Verluste für Sie.

Das sind typische Fehler, die oft beim Immobilienverkauf in Eigenregie passieren:

  • Der falsche Angebotspreis
  • Die falsche Vermarktungsstrategie
  • Unüberlegte Verhandlungen mit Interessenten
  • Haftungsfragen bei Mängeln
  • Eine schlechte bzw. unzureichende Präsentation der Immobilie mit ausbleibenden Anfragen von Interessenten

Mein Tipp: Lassen Sie sich von einem regionalen Immobilienmakler vor dem Verkauf beraten, was Sie beim Immobilienverkauf beachten sollten und, wie Sie Ihr Objekt bestmöglich präsentieren. Im Anschluss können Sie für sich entscheiden, ob Sie die Immobilie in Eigenregie oder mit Maklerunterstützung verkaufen möchten.

Privat vs. Profi: Das sind die Vorteile eines Immobilienmaklers beim Hausverkauf

Vorteil 1: Zeitersparnis

Ein Immobilienverkauf ist komplex und zeitaufwändig. Diesen gilt es, neben einer typischen 40-Stunden-Arbeitswoche zu meistern. Es beginnt mit der Entscheidung, die Immobilien zu verkaufen, geht über Besichtigungen und Notartermine bis zum Geldeingang. Dazwischen liegen in der Regel mehrere Monate. Je nach Lage und Besonderheiten werden Immobilien auch mal schneller, aber auch wesentlich langsamer verkauft.

Ein Immobilienmakler kann Sie im vereinbarten Umfang bei Vermarktung, Interessentenkommunikation, Unterlagenbeschaffung und Übergabe entlasten. Rechtliche Streitfragen und individuelle Vertragsgestaltung gehören in anwaltliche beziehungsweise notarielle Beratung.

Vorteil 2: Objektivität

Ein guter Immobilienmakler respektiert Ihre Erinnerungen und Ihre Geschichte, die mit dem Verkaufsobjekt verbunden sind. Jedoch wird die Immobilie als das gesehen, was sie ist: Als ein Objekt, welches verkauft werden soll. So können objektiv Vor- und Nachteile vermittelt werden und vor allem ein marktgerechter und emotionsloser Angebotspreis festgelegt werden.

Außerdem ist ein Makler ein neutraler Ansprechpartner. Niemand überbringt gerne negative Mitteilungen, daher verhalten sich Interessenten oft zurückhaltender gegenüber Eigentümern oder melden sich gar nicht mehr nach einer Besichtigung zurück. Interessenten teilen erfahrungsgemäß eher einem Dritten mit, wieso ihnen die Immobilie augenscheinlich nicht zusagt. Einwände und Bedenken können so besser aus der Welt geschafft werden und neue Möglichkeiten für einen Abschluss offenbaren sich.

Vorteil 3: Marktgerechter Angebotspreis

Sehr oft werden Immobilien zu einem viel zu hohen Preis angeboten. Auf die Frage, wie dieser Preis zustande gekommen sei, lautet die Antwort oft: “Wir wollten es erstmal versuchen, runtergehen können wir immer noch.” Grundsätzlich ist das richtig, jedoch die falsche Strategie für eine erfolgversprechende Vermarktung zum besten Preis.

Wie sollte für Sie eine optimale Vermarktung aussehen? Folgende 2 Varianten möchte ich Ihnen dazu an die Hand geben:

Variante 1

  • Viel Zeit (und Geld) in die Vermarktung investieren
  • Wenige bis keine Anfragen und vereinzelte Besichtigungstermine
  • Wenige bis keine Rückmeldungen nach einer Besichtigung erhalten
  • Kaufpreisangebote, die weit unter Ihren Vorstellungen liegen

 

Ergebnis: Sie reduzieren Ihren bisherigen Verkaufspreis für Ihre Immobilie, da sich kein potenzieller Käufer findet.

Variante 2

  • Eine möglichst kurze Vermarktungszeit
  • Viele hochwertige Anfragen erhalten
  • Einige vielversprechende Besichtigungstermine
  • Passende Kaufinteressenten mit nachvollziehbarer Finanzierung
  • Eine zügige Abwicklung und Unterschrift auf dem Kaufvertrag

Ergebnis: Eine gut vorbereitete Vermarktung verbessert die Entscheidungsgrundlage. Dauer und tatsächlich vereinbarter Preis bleiben vom konkreten Markt und Objekt abhängig

Es ist immer im Interesse des Maklers, einen möglichst hohen Preis zu erzielen, da sich an diesem auch die Höhe der Provision bemisst. Ein Immobilienmakler verdient seine Provision prozentual bemessen am Verkaufspreis, nicht am Angebotspreis.

Vorteil 4: Praxiserfahrung und Fachwissen

Ein guter Immobilienmakler besitzt fundierte Fachkenntnisse und kennt den regionalen Immobilienmarkt. Zudem kann er auf ein gutes Netzwerk aus Dienstleistern und Kooperationspartnern zurückgreifen, um schnell und zielgerichtet in allen Belangen und Fragen der Vermarktung weiterhelfen zu können. Zusätzlich ist er Fachmann für Marketing und weiß, wie die Besonderheiten einer Immobilie hervorgehoben werden können. Ein guter Makler setzt auf Qualität, statt Quantität.

Viele Kaufinteressenten sind oft verunsichert, denn ein Immobilienkauf ist keine alltägliche Angelegenheit. So ergeben sich bei potenziellen Käufern viele Fragen, die zeitnahe beantwortet werden müssen. Auch Zweifel lassen sich mithilfe eines Maklers durch nachweisbare Auskünfte und Unterlagen oftmals aus dem Weg räumen.

Privatverkauf: Das sind die Vorteile gegenüber einem Immobilienmakler

Ein Immobilienmakler erhält für seine erfolgreiche Tätigkeit eine Provision. Deren Höhe wird beim Immobilienkauf vertraglich vereinbart; einen gesetzlich festgelegten Provisionssatz gibt es nicht. Entscheidend ist deshalb eine klare Vereinbarung über Leistungen, Vergütung und Kostentragung vor der Beauftragung.

Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch einen Verbraucher gelten besondere Regeln zur Verteilung der Maklerkosten: Vereinbart der Makler mit Käufer und Verkäufer jeweils eine Provision, müssen sich beide Parteien in gleicher Höhe verpflichten (§ 656c BGB). Hat nur eine Partei den Makler beauftragt, darf sie die Kosten nur unter den Voraussetzungen des § 656d BGB teilweise auf die andere Partei übertragen. Sie muss dabei mindestens ebenso viel selbst schulden. Die andere Partei muss erst zahlen, nachdem die Zahlung des Auftraggebers nachgewiesen wurde. Eine automatische hälftige Aufteilung für jeden Immobilienverkauf ergibt sich daraus nicht.

Unterschätzen Sie jedoch die Kosten für eine hochwertige und umfangreiche Vermarktung nicht, selbst, wenn Sie Ihre Immobilie privat ohne Makler verkaufen. Sofern Sie auf die falsche Vorgehensweise setzen, kann sich der Verkauf oftmals unnötig in die Länge ziehen.

Die Vermittlungsprovision ist grundsätzlich erfolgsabhängig. Prüfen Sie im Vertrag zusätzlich, ob und unter welchen Voraussetzungen Auslagen oder andere Kosten vereinbart sind.

Damit die Provision nicht als notwendiges Übel betrachtet wird, sondern als verdiente Entlohnung für den Makler, setze ich auf folgendes Vorgehen:
  • Sie können alle meine Leistungen transparent erfragen und nachvollziehen.
  • Ich beschreibe Ihnen bis ins Detail, wie ich vorgehe und lasse Sie offen daran teilhaben
  • Sie können den Nutzen an der vereinbarten Betreuung, der zeitlichen Entlastung und einer nachvollziehbaren Preisstrategie beurteilen. Ein höherer Verkaufspreis ist nicht garantiert.

Mit oder ohne Makler in Bergedorf und Heide?

Vergleichen Sie konkret, welche Arbeit Sie selbst übernehmen können: Unterlagen beschaffen, den örtlichen Markt einordnen, Anfragen bearbeiten, Besichtigungen begleiten und mit dem Notariat abstimmen. Bei einer Immobilie in Bergedorf oder Reinbek sind andere Vergleichsobjekte relevant als bei einem Haus in Heide. Fragen Sie im Erstgespräch nach einer nachvollziehbaren Preisbegründung und einem schriftlich beschriebenen Leistungsumfang. Die Entscheidung sollte zu Ihrem Zeitbudget und zur Immobilie passen.

Regional ergänzt und redaktionell geprüft am 10. Oktober 2026.

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen und wünschen sich einen persönlichen Ansprechpartner?

Ich stehe Ihnen mit Tipps zur Seite und berate Sie, wenn Sie Fragen haben. Gerne übernehme ich auch die Arbeit beim Immobilienverkauf für Sie – von der Vorbereitung, Immobilienbewertung und Vermarktung bis hin zu einem sicheren Abschluss. Lassen Sie uns über Ihre Vorstellungen und Wünsche sprechen. Nehmen Sie Kontakt zu mir auf und erzählen Sie mir, wie ich Sie bei Ihrem Immobilienverkauf unterstützen kann.

Von unseren Büros in Hamburg-Bergedorf und Heide begleite ich Eigentümer in Hamburg, im Kreis Stormarn, am Sachsenwald und in Dithmarschen. Gemeinsam klären wir, welche nächsten Schritte zu Ihrer Immobilie und Ihren Plänen passen.

Sie möchten zunächst den Wert Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung einordnen? Fordern Sie eine kostenlose persönliche Ersteinschätzung an. Bei Fragen erreichen Sie mich unter 040 81 97 81 81 in Hamburg oder 0481 421 579 299 in Heide.

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