Immobilie erfolgreich verkaufen: Was ist besser, mit oder ohne Makler? 

Immobilie in Eigenregio ohne Makler verkaufen Vorteile

Wenn Sie Ihre Immobilie, Ihre Wohnung oder Ihr Grundstück verkaufen möchten, haben Sie sich bestimmt auch schon gefragt: Soll ich für den Verkauf einen Immobilienmakler beauftragen oder nehme ich den Verkauf selbst in die Hand? Da es keine gültige Pauschalantwort auf diese Frage gibt, durchleuchte ich in diesem Beitrag objektiv für Sie die Vor- und Nachteile. Zudem gehe ich auf die drei Vorurteile gegen einen Makler ein und versuche Ihnen, eine Entscheidungshilfe zu bieten. Ziel soll es sein, dass Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung zum bestmöglichen Preis verkaufen können und auf verschiedene Hürden und Situationen vorbereitet sind.


3 häufige Vorurteile zum Immobilienverkauf mit einem Makler: Was ist dran?

Vorurteil 1: Immobilienmakler haben einen schlechten Ruf

Das ist (leider) richtig. Wenn Sie aufmerksam die Medien verfolgen, werden Sie feststellen, dass Artikel über Makler sehr oft negativ behaftet sind. Das ist nicht verwunderlich, denn mit negativen Schlagzeilen lassen sich Klicks generieren und Geld verdienen. Niemand interessiert sich für den netten Maklerkollegen, der sich für eine reibungslose Abwicklung eingesetzt hat und beim Immobilienverkauf den optimalen Verkaufspreis heraushandeln konnte. Außerdem gibt es wie in jeder Branche schwarze Schafe, die dem negativ behafteten Beruf alle Ehre machen.

Um Ihnen die Bedenken etwas zu nehmen: Es gibt auch gute Makler – solche, denen auch ich meine Immobilie anvertrauen würde.

immobilienmakler haben einen schlechten Ruf
Immobilienmakler haben einen schlechten Ruf: So suchen Sie sich einen seriösen Makler. Foto: Pixabay.com

Meine Tipps, wie Sie einen seriösen und passenden Makler für sich finden:

  • Vertrauen Sie keinen Online-Portalen, die Ihnen 3 passende Makler vorschlagen. In 99 % der Fälle werden Ihre Daten an Makler verkauft, die bereit sind, bei erfolgreicher Vermittlung einen Teil der Provision an das Portal abzugeben. Das ist legitim, denn Sie haben durch das Akzeptieren in die AGB dieser Vorgehensweise zugestimmt.
  • Lernen Sie vorab verschiedene Immobilienmakler kennen und machen sich selbst ein Bild. Nutzen Sie dazu ein Kennenlerngespräch. Viele Makler bieten einen unverbindlichen Ersttermin an. Wie in vielen Fällen zählen der erste Eindruck und das „Bauchgefühl“.
  • Seien Sie zu Recht skeptisch bei Aussagen des Maklers und fragen Sie nach. Ein Immobilienverkauf ist Vertrauenssache, es muss zwischen Ihnen und dem Makler passen. Verspricht Ihnen der Makler z. B. hohe Verkaufserlöse, die sich nicht mit Ihren Rechercheergebnissen vergleichbarer Angebote decken, lassen Sie sich vom Makler erklären, wie er den Verkehrswert Ihrer Immobilie ermittelt.

Vorurteil 2: Immobilienmakler sind beim Verkauf Ihrer Immobilie inaktiv

Das ist zumindest in dem Fall richtig, wenn kein schriftlicher Maklerauftrag vorliegt. Bei einem sog. „Allgemeinen Vermittlungsauftrag“ verpflichtet sich ein Makler zu gar nichts. Daher empfehle ich Ihnen, einen schriftlichen Maklerauftrag abzuschließen, aus dem hervorgeht, dass der Makler auch tatsächlich tätig werden muss.

Ein Maklerauftrag im Hause Busse Immobilien enthält z. B. folgende Formulierung: „Der Auftragnehmer verpflichtet sich, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um das Verkaufsobjekt schnellstmöglich zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen.“

Schließen Sie einen Maklervertrag ab
Immobilienmakler werden erst aktiv, wenn ein Maklervertrag vorliegt. Foto: Pixabay.com

Mein Tipp: Fragen Sie nach den Leistungen, die Ihnen ein Makler für den Verkauf einer Immobilie bieten kann. So sind nicht nur Immobilien verschieden, sondern auch die Vermittlung von Immobilien. Vereinbaren Sie mit dem Makler ein individuelles Vermarktungskonzept, das zu Ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen passt. Gleichzeitig sollte das Konzept die bestmöglichen Chancen für einen zügigen Verkauf bieten.

Vorurteil 3: Was ein Makler kann, schaffe ich auch allein

Keine Frage: Mit Suchmaschinen und Fachliteratur können Sie sich das nötige Fachwissen aneignen. Wenn Sie ausreichend Zeit, Energie und Interesse mitbringen, gelingt es Ihnen nach einiger Zeit, sich in die Materie des erfolgreichen Immobilienverkaufs einzuarbeiten. Die Praxiserfahrung liefern aber weder Google noch YouTube-Videos oder Ratgeberliteratur. Denn der Immobilienmarkt ist vielschichtig und komplex. Hierzu müssen Sie täglich beobachten und analysieren, wie sich regionale und überregionalen Gegebenheiten ändern und wie sich Preis entwickeln. Darüber hinaus müssen politische Entscheidungen und Gesetzesänderungen beachtet werden.

Hausverkauf in Eigenregie oder mit Makler
Mit viel Zeit und Vorbereitung kann der Hausverkauf in Eigenregie ohne Makler gelingen. Foto: Pixabay.com

Bedenken Sie, dass es sich bei dem Verkauf einer Immobilie immer um einen hohen Vermögenswert handelt. Sie sollten dabei nichts dem Zufall überlassen, denn Fehler kosten Sie Ihre wertvolle Zeit und bedeuten im schlimmsten Fall hohe finanzielle Verluste für Sie.

Das sind typische Fehler, die oft beim Immobilienverkauf in Eigenregie passieren:

  • Der falsche Angebotspreis
  • Die falsche Vermarktungsstrategie
  • Unüberlegte Verhandlungen mit Interessenten
  • Haftungsfragen bei Mängeln
  • Eine schlechte bzw. unzureichende Präsentation der Immobilie mit ausbleibenden Anfragen von Interessenten

Mein Tipp: Lassen Sie sich von einem regionalen Immobilienmakler vor dem Verkauf beraten, was Sie beim Immobilienverkauf beachten sollten und, wie Sie Ihr Objekt bestmöglich präsentieren. Im Anschluss können Sie für sich entscheiden, ob Sie die Immobilie in Eigenregie oder mit Maklerunterstützung verkaufen möchten.


Privat vs. Profi: Das sind die Vorteile eines Immobilienmaklers beim Hausverkauf

Vorteil 1: Zeitersparnis

Ein Immobilienverkauf ist komplex und zeitaufwändig. Diesen gilt es, neben einer typischen 40-Stunden-Arbeitswoche zu meistern. Es beginnt mit der Entscheidung, die Immobilien zu verkaufen, geht über Besichtigungen und Notartermine bis zum Geldeingang. Dazwischen liegen in der Regel mehrere Monate. Je nach Lage und Besonderheiten werden Immobilien auch mal schneller, aber auch wesentlich langsamer verkauft.

Immobilienmakler machen nix
Mit einem Makler sparen Sie viel Zeit. Foto: Pixabay.com

Ein Immobilienmakler übernimmt die komplette Vermarktung von Anfang bis Ende, kommuniziert mit Interessenten, klärt rechtliche Gegebenheiten, übernimmt Behördengänge und entlastet Sie als Eigentümer vor allem zeitlich.

Vorteil 2: Objektivität

Ein guter Immobilienmakler respektiert Ihre Erinnerungen und Ihre Geschichte, die mit dem Verkaufsobjekt verbunden sind. Jedoch wird die Immobilie als das gesehen, was sie ist: Als ein Objekt, welches verkauft werden soll. So können objektiv Vor- und Nachteile vermittelt werden und vor allem ein marktgerechter und emotionsloser Angebotspreis festgelegt werden.

Makler kümmern sich um Ihre Immobilie
Makler gehen objektiv vor, z. B. bei Besichtigungen. Foto: Pixabay.com

Außerdem ist ein Makler ein neutraler Ansprechpartner. Niemand überbringt gerne negative Mitteilungen, daher verhalten sich Interessenten oft zurückhaltender gegenüber Eigentümern oder melden sich gar nicht mehr nach einer Besichtigung zurück. Interessenten teilen erfahrungsgemäß eher einem Dritten mit, wieso ihnen die Immobilie augenscheinlich nicht zusagt. Einwände und Bedenken können so besser aus der Welt geschafft werden und neue Möglichkeiten für einen Abschluss offenbaren sich.

Vorteil 3: Marktgerechter Angebotspreis

Sehr oft werden Immobilien zu einem viel zu hohen Preis angeboten. Auf die Frage, wie dieser Preis zustande gekommen sei, lautet die Antwort oft: „Wir wollten es erstmal versuchen, runtergehen können wir immer noch.“ Grundsätzlich ist das richtig, jedoch die falsche Strategie für eine erfolgversprechende Vermarktung zum besten Preis.

Makler ermitteln den Angebotspreis Ihrer Immobilie
Was ist Ihre Immobilie wert? Ein Makler ermittelt den preis. Foto: Pixabay.com

Wie sollte für Sie eine optimale Vermarktung aussehen? Folgende 2 Varianten möchte ich Ihnen dazu an die Hand geben:

Variante 1

  • Viel Zeit (und Geld) in die Vermarktung investieren
  • Wenige bis keine Anfragen und vereinzelte Besichtigungstermine
  • Wenige bis keine Rückmeldungen nach einer Besichtigung erhalten
  • Kaufpreisangebote, die weit unter Ihren Vorstellungen liegen

Ergebnis: Sie reduzieren Ihren bisherigen Verkaufspreis für Ihre Immobilie, da sich kein potenzieller Käufer findet.

Variante 2

  • Eine möglichst kurze Vermarktungszeit
  • Viele hochwertige Anfragen erhalten
  • Einige vielversprechende Besichtigungstermine
  • Mehrere Kaufinteressenten, die den Preis von sich aus in die Höhe treiben
  • Eine zügige Abwicklung und Unterschrift auf dem Kaufvertrag

Ergebnis: Sie verkaufen Ihre Immobilie zeitnah und zum höchstmöglichen Preis

Kai Busse - Busse Immobilien Reinbek und Heide
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Es ist immer im Interesse des Maklers, einen möglichst hohen Preis zu erzielen, da sich an diesem auch die Höhe der Provision bemisst. Ein Immobilienmakler verdient seine Provision prozentual bemessen am Verkaufspreis, nicht am Angebotspreis.

Vorteil 4: Praxiserfahrung und Fachwissen

Ein guter Immobilienmakler besitzt fundierte Fachkenntnisse und kennt den regionalen Immobilienmarkt. Zudem kann er auf ein gutes Netzwerk aus Dienstleistern und Kooperationspartnern zurückgreifen, um schnell und zielgerichtet in allen Belangen und Fragen der Vermarktung weiterhelfen zu können. Zusätzlich ist er Fachmann für Marketing und weiß, wie die Besonderheiten einer Immobilie hervorgehoben werden können. Ein guter Makler setzt auf Qualität, statt Quantität.

Immobilienverkauf Schlüsselübergabe
Ein Makler bringt Ihre Immobilie mit Erfahrung schnell an den geeigneten Käufer. Foto: Pixabay.com

Viele Kaufinteressenten sind oft verunsichert, denn ein Immobilienkauf ist keine alltägliche Angelegenheit. So ergeben sich bei potenziellen Käufern viele Fragen, die zeitnahe beantwortet werden müssen. Auch Zweifel lassen sich mithilfe eines Maklers durch nachweisbare Auskünfte und Unterlagen oftmals aus dem Weg räumen.


Privatverkauf: Das sind die Vorteile gegenüber einem Immobilienmakler

Ein Immobilienmakler muss auch Geld verdienen. Dies geschieht in Form einer Provision. In Schleswig-Holstein bemisst sich die Provision am Verkaufspreis einer Immobilie und beträgt i. d. R. 7,14 % inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Nach dem Bestellerprinzip (seit 23.12.2020 beschlossen) teilen sich der Auftraggeber (oftmals der Verkäufer) und der Auftragnehmer (i. d. R. der Käufer) die Provision zur Hälfte.

Unterschätzen Sie jedoch die Kosten für eine hochwertige und umfangreiche Vermarktung nicht, selbst, wenn Sie Ihre Immobilie privat ohne Makler verkaufen. Sofern Sie auf die falsche Vorgehensweise setzen, kann sich der Verkauf oftmals unnötig in die Länge ziehen.

Die Provision eines Immobilienmaklers hängt von der erfolgreichen Vermittlung ab. Kurz: Kommt kein Verkauf zustande, verdient der Immobilienmakler nichts.

Vermarktung und Provision eines Maklers kosten Geld
Fragen Sie nach den Maklerleistungen und der Provision. Foto: Pixabay.com

Damit die Provision nicht als notwendiges Übel betrachtet wird, sondern als verdiente Entlohnung für den Makler, setze ich auf folgendes Vorgehen:

  • Sie können alle meine Leistungen transparent erfragen und nachvollziehen.
  • Ich beschreibe Ihnen bis ins Detail, wie ich vorgehe und lasse Sie offen daran teilhaben
  • Sie erleben den Mehrwert direkt, indem Sie zeitlich und nervlich entlastet werden und einen besseren Verkaufspreis erzielen.

Sie möchten Ihre Immobilie oder Wohnung im Kreis Stormarn oder im Kreis Dithmarschen privat verkaufen und benötigen meine Unterstützung als Makler?

Ich stehe Ihnen mit Tipps zur Seite und berate Sie, wenn Sie Fragen haben. Gerne übernehme ich auch die Arbeit beim Immobilienverkauf für Sie – von der Vorbereitung, Immobilienbewertung und Vermarktung bis hin zu einem sicheren Abschluss. Lassen Sie uns über Ihre Vorstellungen und Wünsche sprechen. Nehmen Sie Kontakt zu mir auf und erzählen Sie mir, wie ich Sie bei Ihrem Immobilienverkauf unterstützen kann.